Fertignährböden (Zusammensetzung, Lagerung, Entsorgung)

Nutriplate Pilzagar nach KIMMIG, modifiziert
(90 mm Ø Art. Nr. 0421.85 und 60 mm Ø Art. Nr. 0621.85)

Der Nährboden dient zur Züchtung, Isolierung und Identifizierung von Pilzen.

Prinzip
In seiner Zusammensetzung bietet dieser Nährboden praktisch allen Pilzen optimale Wachstumsbedingungen. Er fördert die Entwicklung der für die Diagnostik wichtigen Wuchsformen, insbesondere der Konidien.

Zusammensetzung (g/Liter)
Pepton 15,0; D(+)-Glucose 19,0; Natriumchlorid 1,0; Glycerin (5 ml) 6,1; Agar-Agar 15,0. pH: 6,5+ 0,2.

Anwendung
Untersuchungsmaterial vorschriftsmäßig entnehmen und auf dem Nährboden verimpfen.

Ausführung
Beimpfen:
Das Untersuchungsmaterial wird mit sterilem Haken oder steriler Öse Stück für Stück auf die Oberfläche des Nährbodens aufgebracht. Zweckmäßig ist es, Haken und Ösen kurz in den Nährboden einzutippen, bevor man Material aufnimmt. Die Oberfläche des Nährbodens wird an etwa 20-25 Stellen beimpft. Das Material wird leicht eingedrückt, damit es guten Kontakt zum Nährboden hat. Sputum, Urinsediment u.ä. wird ausgestrichen.
Bebrüten:
Bis zu 3 Wochen - in Ausnahmefällen länger - bei Raumtemperatur (ca. 22C) bebrüten. Bei Verdacht auf Endomykose empfiehlt sich auch eine Bebrütung bei 37C.

Auswertung
Die Dermatophyten entwickeln sich unter diesen Bedingungen nach etwa 5 bis 20 Tagen, andere Pilze bereits innerhalb von 2 bis 5 Tagen.

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